Leegebrucher Hauszeichen
Für Besucher und Bewohner gleichermaßen kann ein ausgedehnter Spaziergang durch die Gemeinde Leegebruch historisch gesehen so unheimlich interessant sein. Geht man durch die teilweise schmalen Straßen, bewundert die gepflegten Gärten und betrachtet die im Stil der 30er Jahre errichteten Häuser, so bemerkt man an einigen Wohnhäusern fest mit dem Außenputz verbundene Hauszeichen. Diese jeweils etwa 30 bis 40 cm großen Unikate sind kunst- und bauhistorisch gesehen ein unwiederbringliches Wahrzeichen für den Ort Leegebruch.



Erstaunlich viele dieser Hauszeichen sind auch heute noch zu bewundern und zeugen von einer soliden Fertigungskunst. Über 198 Exemplare hat der Geschichtsverein der Gemeinde Leegebruch ermittelt, den Grundmotiven zugeordnet und bezüglich ihrer Existenz straßenweise dokumentiert. In der Summe existieren noch etwa 23 Prozent der ursprünglich an den Häuserfassaden angebrachten Hauszeichen. Einige wenige Hauszeichen haben sich über die Jahre hinweg auch an andere Häuser des Ortes „verirrt“. Sammler und geschichtsinteressierte Bürger des Ortes haben sich Ihrer angenommen. Im Dorf Beetz, nahe der benachbarten Stadt Kremmen, ist das einzig nachweisbare auswärtige Hauszeichen – eine Schnecke – nachweisbar.
Die zusammenfassende Darstellung (im Heft 11 der historischen Blätter) der in der ehemaligen Werkssiedlung des Heinkel-Flugzeugwerkes in Leegebruch vorhandenen Hauszeichen vermittelt ein vielfältiges Spektrum von Motiven sowie von Ausführungs-/Bearbeitungsformen. Sie reicht von den Urformen in Terracotta bis zu bemalten Motiven mit unterschiedlichem Farbbesatz.
Dr. Norbert Rohde
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Eine ausführliche Darstellung über die Leegebrucher Hauszeichen finden Sie in unserem Heft 11 der Leegebrucher historischen Blätter, welches Sie in unserem Shop bestellen können.


Geschichtsverein Leegebruch


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